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Nicht nur bei den Löhnen: Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen besteht über alle Einkunftsarten hinweg ● DIW-Studie untersucht erstmals für Deutschland Gender Income Gap und Gender Tax Gap

Brandmeisterin Bianka Olm - Ihre Schwerpunkte liegen in der Medienkommunikation und Pressebetreuung an Einsatzstellen. (Bild: Berliner Feuerwehr)
Brandmeisterin Bianka Olm -
Ihre Schwerpunkte liegen in der Medienkommunikation und Pressebetreuung an Einsatzstellen. (Bild: Berliner Feuerwehr)

Berlin, 27.08.14 - Nicht nur beim Arbeitslohn, sondern auch unter Berücksichtigung von Gewinn-, Kapitaleinkommen und Renten erzielen Frauen in Deutschland deutlich niedrigere Einkommen als Männer. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). DIW-Steuerexperte Stefan Bach hat erstmals für Deutschland nicht nur das Arbeitseinkommen, sondern die gesamte Einkommensverteilung und Steuerlastverteilung nach Geschlechtern getrennt analysiert und den Gender Income Gap und Gender Tax Gap berechnet. Insgesamt erzielen Frauen demnach im Durchschnitt etwa die Hälfte des Einkommens der Männer. Bei Kapital- und Vermietungseinkommen ist dieser Abstand weniger ausgeprägt als bei Arbeits- und Gewinneinkommen. Insgesamt sind die durchschnittlichen Einkommensteuerbelastungen der Frauen zwar deutlich geringer als die der Männer, durch das Ehegattensplitting fallen sie aber in den unteren und mittleren Einkommensklassen deutlich höher aus als die von Ehemännern mit vergleichbarem Einkommen.

Dass in Deutschland Frauen mit ihrer Arbeit im Durchschnitt weniger verdienen als Männer, ist bekannt; der sogenannte Gender-Pay-Gap wurde vielfach analysiert. Ein großer Teil dieses Lohnabstands kann durch die häufigere Teilzeitarbeit, durch geschlechtsspezifische Unterschiede bei Berufen, Branchen, Karriere, Berufserfahrung, Arbeitszeit, Familienbeziehungen und andere sozio-demographische Faktoren erklärt werden. Zum ersten Mal wurden nun für Deutschland auch der Gender Income Gap und der Gender Tax Gap untersucht. Dazu bezog DIW-Steuerexperte Stefan Bach in seine geschlechtsspezifische Analyse die gesamte Einkommens- und Steuerlastverteilung ein, analysierte also neben den Jahreseinkommen aus Erwerbstätigkeit auch weitere Einkommensarten wie Unternehmens- und Vermögenseinkommen, Alterseinkommen, einschließlich der sehr hohen Einkommen. Grundlage seiner Analyse war die Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2007, da aktuellere Daten bisher noch nicht vorliegen. Seither dürfte sich jedoch an der Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen nicht viel geändert haben, da sich die Wirkungen der gestiegenen Erwerbsbeteiligung und der ebenfalls steigenden Teilzeitquote von Frauen in etwa ausgleichen dürften.

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VDMA: Eine Million Beschäftigte – Maschinenbau auf Erfolgskurs

Dr. Reinhold Festge, Präsident des VDMA (Bild: VDMA)
Dr. Reinhold Festge, Präsident des VDMA (Bild: VDMA)

23.07.2014 - Der Maschinenbau, das Rückgrat der deutschen Industrie, ist nach wie vor auf Erfolgskurs. Die Anzahl der festen Mitarbeiter stieg im Mai auf 1 Million erklärte Dr. Reinhold Festge, Präsident des VDMA, im Interview gegenüber der Börsen-Zeitung. Trotz der guten Lage der Industrie hat der Präsident des VDMA kein Verständnis für starke Lohnsteigerungen, wie sie von der Deutschen Bundesbank ins Gespräch gebracht worden sind. So würde das Geld den Unternehmen entzogen und stehe damit für dringend notwendige Investitionen nicht mehr zur Verfügung. Der deutsche Maschinenbau sei in einem massiven und extrem harten Wettbewerbsverhältnis mit Konkurrenten aus dem Ausland, so dass leichtsinnige Änderungen der Lohn- und Gehaltspolitik strategisch falsch und nicht gerade standortförderlich sind.

Festge wies auch darauf hin, dass die Russland-Krise dem Maschinenbau mehr und mehr zu schaffen mache, da russische Kunden und deutsche Unternehmen in gleichem Masse verunsichert seien, ob Aufträge noch in Zukunft abgewickelt werden könnten. Deutliche Konsequenz ist, dass die Russen daher eher ihre Aufträge in anderen Ländern platzieren und nicht in Deutschland. Er unterstich in diesem Zusammenhang, dass ein hartes Embargo gegen Russland – wenn es denn politisch unausweichlich sei – durchaus die Kraft habe, die an sich starke Maschinenbau-Konjunktur zu brechen, da Russland der viertgrößte Exportpartner des deutschen Maschinenbaus ist.

(Quelle: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V (VDMA)

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Erster Branchenführer Windenergie in NRW 2014 fertiggestellt: 180 Unternehmen bringen Windwirtschaftsstandort NRW voran

Die Grafik zeigt den Aufbau des Antriebsstrangs einer Windkraftanlage. Die Welle-Nabe-Verbindungen mit Schrumpfscheiben sind rot gekennzeichnet.  (Werkbild: STÜWE)
Die Grafik zeigt den Aufbau des Antriebsstrangs einer Windkraftanlage. Die Welle-Nabe-Verbindungen mit Schrumpfscheiben sind rot gekennzeichnet. (Werkbild: STÜWE)

Düsseldorf. Endlich ist es soweit: Die Windenergiebranche in Nordrhein-Westfalen hat ihren ersten eigenen Branchenführer, herausgegeben vom Netzwerk Windkraft der EnergieAgentur.NRW. Knapp 180 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Verbände mit Sitz in Nordrhein-Westfalen, die in der Windenergiebranche tätig sind, sowohl Zulieferer und Hersteller als auch Dienstleister, präsentieren sich in diesem landesweiten Verzeichnis.

Ergänzt wird der Branchenführer durch ausführliche Artikel und Interviews zu den Themen Windpotenziale, Politik, Daten und Fakten, Wirtschaft mit der Vorstellung von Schlüsselunternehmen, Forschung, Kleinwind und die Offshore-Industrie, allesamt bezogen auf Nordrhein-Westfalen. Dadurch wird ein umfassender Blick auf die Wertschöpfungskette der Branche geworfen. Ziel des ersten Branchenführers ist es, die Stärken und Leistungen der Branchenvertreter aus NRW national und international darzustellen und  den Standort NRW als Kernland der Windenergiebranche zu vermarkten.

Der Branchenführer erscheint auf Deutsch und Englisch und kann kostenlos über den Broschüren-Bestellservice auf www.energieagentur.nrw.de angefordert werden.

Zeitnah wird es auch eine Online-Fassung geben. Das Netzwerk Windkraft NRW wird die Broschüre auf nationalen und internationalen Leitmessen und Veranstaltungen verteilen und über die NRW-Branche informieren.

Informationen über die zahlreichen Akteure und zentralen Themen der Windbranche im Bundesland NRW gibt das Netzwerk Windkraft NRW unter Leitung von Stephanus Lintker. Das Netzwerk ist eingebunden in die Struktur des Clusters EnergieRegion.NRW, das von der EnergieAgentur.NRW gemanagt wird.

Informationen zum Netzwerk: www.windkraft.nrw.de

(Quelle: Energieagentur NRW)

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Die Dürr AG sichert sich 75,8% der Stimmrechte und 53,7% der Anteile an der HOMAG Group AG und kündigt Übernahmeangebot zum Erwerb der restlichen Aktien an

Abluftreinigungsanlage - Dürr bietet in der Abluftreinigung ein breites Verfahrensspektrum und verfügt über weltweite Kompetenz in der Projektabwicklung. Schwerpunkt in der Produktentwicklung ist die Konzeption Energie sparender Abluftanlagen.  (Bild: Dürr AG)
Abluftreinigungsanlage - Dürr bietet in der Abluftreinigung ein breites Verfahrensspektrum und verfügt über weltweite Kompetenz in der Projektabwicklung. Schwerpunkt in der Produktentwicklung ist die Konzeption Energie sparender Abluftanlagen.  (Bild: Dürr AG)

Bietigheim-Bissingen, 15. Juli 2014 – Die Dürr AG hat über ihre 100%-ige Tochtergesellschaft Dürr Technologies GmbH mit verschiedenen Großaktionären der HOMAG Group AG (HOMAG) Vereinbarungen zum Erwerb von insgesamt 53,7% der HOMAG-Aktien getroffen. Es liegen Kaufverträge mit der Deutschen Beteiligungs AG (39,5% der Aktien), dem Aktienpool Schuler/Klessmann (3%) und zwei weiteren Aktionären (rund 11%) vor. Der Vollzug der Kaufverträge steht unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden. Der Kaufpreis für die 53,7% der HOMAG-Aktien beträgt 219 Mio. €. Zusätzlich wurde mit der Familie Schuler und der Klessmann-Stiftung, die bisher im Rahmen eines Aktienpools 25,1% an HOMAG gehalten haben, ein Beitritt von Dürr zum Pool vereinbart. Der Beitritt bezieht sich auf die 3% vom Pool erworbenen Aktien und wird kurz vor Vollzug des Kaufvertrags mit dem Aktienpool Schuler/Klessmann wirksam. Der Aktienpool wird dem Abschluss eines Beherrschungs- und/oder Gewinnabführungsvertrags durch Dürr zustimmen. Für diesen kann Dürr auf insgesamt 75,8% der Stimmen zurückgreifen. Insgesamt beträgt die Anzahl der HOMAG-Aktien 15.688.000 Stück.

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Arbeit, Bildung, Familie und Zufriedenheit: 11. SOEP-Nutzerkonferenz am 30. Juni und 1. Juli 2014 in Berlin

(Quelle: DIW Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.)
Wie krank macht ein unpassender Beruf? Wirkt sich die Religionszugehörigkeit auf den Bildungserfolg aus? Welchen Einfluss hat der Staat auf die Scheidungsraten? Führen Steuerreformen dazu, dass die Ungleichheit hierzulande weiter zunimmt? Auf der 11. SOEP-Nutzerkonferenz stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt mehr als 80 neue Forschungsergebnisse auf der Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) vor, der größten und am längsten laufenden multidisziplinären Langzeitstudie in Deutschland. Die Konferenz findet am 30. Juni und am 1. Juli 2014 in Berlin statt.

„Zu den spannendsten Themen der aktuellen Forschung auf der Basis von SOEP-Daten zählt die Frage nach der Verteilung gesellschaftlicher Ressourcen“, sagt SOEP-Direktor Jürgen Schupp. Dabei gehe es um die Verteilung von Einkommen und Vermögen, aber auch um den Zugang zu Bildung und Arbeit und die Chancen für einen gesellschaftlichen Aufstieg. Jürgen Schupp: „Die ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Die gesellschaftlichen Aufstiegschancen sind nach wie vor gering.“

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